Berlin - Als es gegen Jahresende ganz schlimm wurde, war Maria Schatz kurz davor, sich das Leben zu nehmen. Sie sah sich bereits in den eiskalten See steigen, mit ihrem gerade sechs Monate alten Sohn. Sie sah sich so lange darin ausharren, bis beide erfroren wären. Denn sie fragte sich ständig: Welche Zukunft könnte diese Welt ihrem Sohn schon bieten? Eine Welt, in der das Klima verrückt spielt und gerade in den Sommerwochen nach seiner Geburt eine Hiobsbotschaft nach der anderen über den Ticker jagte: Nachrichten mit Überschriften wie: Historischer Hitzerekord von über 40 Grad in Deutschland! Waldbrände in Sibirien – Feuer, wo Eis sein sollte! Globale Umweltverschmutzung: Wenn es Mikroplastik schneit!

Maria Schatz verachtete sich selbst dafür, dass sie ihr Kind, das sie doch so ersehnt hatte, in diese Welt gesetzt hatte. Sie fragte sich: Bin ich eigentlich noch ganz bei Trost? 

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