Berlin/Hamburg/Marburg - Seit einem Jahr scheint uns das Coronavirus in einem permanenten Ausnahmezustand zu halten, der den Alltag weitgehend außer Kraft setzt. Doch während es im ersten Lockdown noch schien, als ob die Pandemie bald vorüber sei, herrscht im zweiten Lockdown vor allem Unsicherheit vor – mit Folgen für die Psyche des Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt. Experten glauben zwar, dass diese Effekte nach dem Ende der Corona-Krise wieder verfliegen werden, mahnen aber, dass manche Gruppen mehr Unterstützung bräuchten.

Immer mehr Studien zeigen, wie sehr die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen die Psyche der Menschen beeinflussen. So ergab eine Befragung von Forschern der Universität des Saarlandes, dass das Wohlbefinden der Menschen in Deutschland zunehmend unter den Folgen der Corona-Maßnahmen leide – stärker als beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020. Die Lebenszufriedenheit sei deutlich zurückgegangen, während Sorgen, Stress und Depressivität zugenommen hätten, heißt es. Gleichzeitig hätten die Befragten nach dem ersten Lockdown ein Zusammenrücken der Gesellschaft gefühlt, nun aber werde das Verhalten der Menschen als eher egoistisch und die Gesellschaft als auseinanderdriftend eingeschätzt.

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