Dirk Gratzel auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Polsum, das er gekauft hat.
Foto: Miriam Gratzel

Stolberg - An dem Ort, der Dirk Gratzel von seiner Schuld reinwaschen soll, steht ein Backsteinbau mit eingeschlagenen Fenstern, aus rissigem Asphalt wachsen Pflanzen. Dirk Gratzel klickt durch die Fotos auf seinem Computer: von Gestrüpp umwucherte Straßenlaternen, Graffiti-beschmierte Wände, ein kahler Raum mit herausgerissenen Spinden. Die Steinkohlezeche Polsum im Ruhrgebiet wurde 2008 stillgelegt. Die Öffnung zu dem Schacht, durch den die Bergleute fast 900 Meter in die Tiefe fuhren, wurde verfüllt, dann passierte nichts mehr. Im vergangenen Jahr meldete sich Dirk Gratzel bei der Immobiliengesellschaft, die für ehemalige Bergbauflächen neue Nutzungen zu finden versucht. Er sei auf der Suche nach einem Ort, den er renaturieren könne – ein persönliches Wiedergutmachungs-Projekt. Dirk Gratzel bekam Exposés für mehrere Flächen zugeschickt. Eine war die Zeche Polsum.

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