Symbolbild: Ein Pfau in vollem Ornat.
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Schande! Ein freilaufender Pfau ist im bayerischen Harburg einem Verbrechen zum Opfer gefallen: Er wurde mit einer Armbrust erschossen, wie die Polizei mitteilte. Weil die Pfeilspitze aber in ein Blech an einem Garagendach einschlug und steckenblieb, konnten die Ermittler die Flugbahn nachvollziehen und so herausfinden, dass der Bolzen aus der Wohnung eines 23-Jährigen abgefeuert worden war. Der Mann habe die Tat eingeräumt, schweige jedoch zu seinem Motiv. Die Polizei zeigte ihn wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz sowie Sachbeschädigung an.

Der Vogel war unter dem Namen Pfaui bekannt und drehte seine regelmäßigen Runden durch den Ort. Besonders habe der Vogel es laut Zeugenaussagen genossen, sich auf dem Garagendach eines Nachbarn in einer dortigen Fensterscheibe zu spiegeln. „Dort verharrte der stolze Pfau dann für längere Zeit“, heißt es im Polizeibericht der Inspektion Donauwörth weiter. „Das störte den Nachbarn nicht – wohl jedoch offenkundig einen Mieter des Hauses.“ Der 23-Jährige habe aus etwa sieben Metern Entfernung auf den ausgewachsenen Ziervogel geschossen.

Eine gemeine Tat: „Der Bolzen durchschlug das Tier quer durch den Körper und zersplitterte am Brustbein.“ Ein Zeuge hatte das erschossenen Tier am Mittwochabend auf seiner Garage entdeckt und Reste des Bolzens gefunden. Er alarmierte die Polizei und den 70-jährigen Halter von Pfaui, der einige Häuser weiter in der Straße lebt. Ihm wurde auch der Kadaver überlassen. Die Armbrust und die Pfeilfragmente stellte die Polizei sicher.