Nairobi/New York/Jakarta - Im Lockdown schwanger sein? Während des Corona-Chaos ein Baby zur Welt bringen? Viele Paare hierzulande überlegen sich genau, ob sie inmitten der Pandemie Familienzuwachs haben möchten. Doch diese Wahl ist ein Luxus, den viele Frauen nicht haben – vor allem in Entwicklungsländern wie Kenia und Indonesien. Dort kommen wegen des Corona-Lockdowns Mädchen und Frauen schwer an Verhütungsmittel, sind sexueller Gewalt ausgesetzt oder lassen sich aus finanziellem Druck früher auf Sex und Ehe ein. Viele Experten erwarten dort daher einen Babyboom der „Coronials“ oder „Pandennials“ – aber zum Großteil einen ungewollten.

Noch ist es zu früh, um die Babys, die während der Corona-Pandemie gezeugt wurden, zu zählen. In Industrieländern wird heftig diskutiert, ob die Pandemie zu einem Anstieg oder Rückgang an Geburten führen wird. Martin Bujard vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung glaubt, in Deutschland sei beides möglich. „Es gibt mehrere Faktoren, wie sich die Pandemie auf die Geburtenrate auswirken könnte.“

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