Rekonstruktion eines jungen Wollnashorns, dessen Überreste in Sibirien gefunden wurden. 
Foto:  Albert Protopopov

Stockholm - Eine kurze und schnelle Klimaerwärmung am Ende der letzten Eiszeit hat vermutlich zum Aussterben der Wollnashörner geführt. Die Bejagung durch den Menschen spielte wohl allenfalls eine untergeordnete Rolle für das Verschwinden der charakteristischen Eiszeit-Tierart, berichten Forscher im Fachmagazin Current Biology. Die Wissenschaftler hatten mittels genetischer Untersuchungen festgestellt, dass die Population der Wollnashörner auch noch Jahrtausende nach Ankunft des Menschen stabil und genetisch vielfältig war.

Wollnashörner bewohnten bis vor etwa 14.000 Jahren die Steppen des nordöstlichen Sibiriens. Sie gehören wie auch die Wollhaarmammuts oder Höhlenlöwen zur eiszeitlichen Megafauna. Für das Aussterben dieser großen Tierarten wird häufig der Mensch verantwortlich gemacht, der die Bestände durch Jagd dezimierte und so deren Überlebenschancen schmälerte. Zumindest im Fall des Wollnashorns scheint es aber so einfach nicht zu sein.

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