Das Geschöpf Ascaris lumbricoides hat fahle, weißliche Haut und eine dreilippige Mundöffnung. Es kann bis zu 50 Zentimeter lang werden und hat eine Lebensdauer von eineinhalb Jahren, während der es Millionen Nachkommen zeugt. Es lebt nicht irgendwo in der Science-Fiction, sondern mitten in uns, im menschlichen Körper. Spulwurm nennt sich der Parasit. „Schätzungen zu Folge sind weltweit um die 1,2 Milliarden Menschen mit Spulwürmern infiziert“, sagt Klaus Brehm, Professor am Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Universität Würzburg.

Wie der Parasitologe erklärt, gelangen die Eier der Würmer vor allem über fäkaliengedüngtes Gemüse oder Obst in den Dünndarm. Dort schlüpfen die Larven. Sie durchbohren die Darmwand und wandern im Blut über Leber und Lunge bis in den Kehlkopf. Dort werden sie hochgehustet und wieder verschluckt. Zurück im Darm, nisten sie sich in der Schleimhaut ein und entwickeln sich zum erwachsenen Wurm, dessen Eier der Mensch ausscheidet.

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