Berlin - In Kapseln, als Blüten, Salben oder Öl – der Hanfinhaltsstoff Cannabidiol, CBD, wird als wahres Wundermittel verkauft. Ihm wird eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben – in Zeiten der Pandemie klingt das für viele Menschen verlockend. Der Hype um den Wirkstoff nimmt dabei teils abstruse Formen an. Badesalz und sogar Hundeleckerlis werden mit CBD angereichert. Und im Café Canna in Prenzlauer Berg können Gäste ihren Kaffee mit einem Schuss CBD genießen. Doch wie groß sind die Effekte des Cannabidiols wirklich?

Für den Arzt Julian Wichmann steht fest: Cannabidiol wirkt, allerdings nur, wenn es auch ein gutes Produkt ist. Und davon gebe es nicht viele auf dem Markt. Das Problem: Bislang gilt der beliebte Hanfbestandteil in niedrigen Dosierungen als Nahrungsergänzungsmittel oder als Kosmetikartikel und muss daher im Vergleich zu Arzneimitteln keinen Wirkungsnachweis erbringen. Die Folge: Die Qualität der Produkte ist oft schlecht. Laut eines Berichts der Stiftung Warentest sei keines der 17 getesteten CBD-Produkte zu empfehlen. Viele würden einen zu geringen CBD-Anteil enthalten und somit überhaupt nicht wirken.

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