Einer der kleinen Nasenbären in seinem Gehege im Tiergarten Schönbrunn.
Foto: Tiergarten Schönbrunn/dpa/Daniel Zupanc

Berlin/WienTaps-Alarm im Tiergarten Schönbrunn: Bei den Weißrüssel-Nasenbären hat es gleich doppelten Nachwuchs gegeben und nun kann man die Zwillinge in ihrem Gehege herumtollen sehen. Zwar sind die knapp zwei Monate alten Süßerchen noch etwas wackelig auf den Beinen, das hält sie aber nicht von neugierigen ersten Ausflügen ab. Da werden Birnen und Pflaumen abgeleckt, Steine erklommen und kleine Raufereien mit dem Geschwisterchen veranstaltet.  

Für die Eltern Puppe und Fernando ging die Nachwuchsplanung fix vonstatten: Erst im April 2019 ist das Männchen in den Wiener Zoo Tiergarten Schönbrunn eingezogen, dann hat es quasi sofort gefunkt. Am 4. Juni kamen die Zwillinge zur Welt, bei der Geburt von der Nasenspitze bis zum Po gerade mal zehn Zentimeter lang. Anfangs sind die Jungtiere blind und taub und werden in einem Nest versorgt. Inzwischen dürfen die Kleinen sich etwa einen Meter von der Mutter entfernen, bevor sie sie ins Nest zurückholt. „Für unser Pärchen ist es der erste Wurf und beide kümmern sich fürsorglich“, erzählt Tierpflegerin Michaela Hofmann. 

Guck mal, ein Ei: Die Zwillinge bei ihren ersten Ausflügen im Gehege.

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Die Jungtiere, deren Geschlecht noch nicht bekannt ist, werden noch gesäugt. Nasenbären zählen zu den Kleinbären und sind beinahe in ganz Südamerika verbreitet. Ihren Namen verdanken sie ihrer beweglichen, rüsselartigen Nase. Von den drei Nasenbären-Arten darf in den europäischen Zoos derzeit nur der Weißrüssel-Nasenbär gezüchtet werden. Er steht nicht auf der EU-Liste der invasiven Arten. 

Weißrüssel-Nasenbären leben sowohl auf Bäumen als auch am Boden. Wenn sie sich am Boden fortbewegen, halten sie den Schwanz senkrecht nach oben, in den Bäumen dient er vorwiegend der Balance. Sie können bis zu 17 Jahre alt werden.