Das Albino-Seebärenbaby und seine Mutter Lucy beim gemeinsamen Heulen. 
Foto: dpa/Jonas Klüter

HamburgSeine Geburt war eine kleine Sensation, da wollte man auch bei der Namenswahl nichts dem Zufall überlassen: Ein Albino-Seebärenbaby war im Juni im Hamburger Tierpark Hagenbeck vor den Augen der Besucher mit schneeweißem Fell auf die Welt gekommen. Gemeinsam mit dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) suchten die Tierpfleger nun Benennungsvorschläge und wälzten dann Argumente hin und her. Aus mehr als 3200 eingegangenen Ideen fiel die Wahl schließlich auf Elsa. 

Der Name referenziert auch auf den beliebten, ja regelrecht gehypten Disney-Film „Die Eiskönigin“ aus dem Jahr 2013, in der Elsa die Titelfigur ist – eine tragische Heldin, die ängstlich und unsicher mit ihren Kräften umgeht. Immerhin besitzt sie Zauberkräfte, mit denen sie in der Lage ist, Eis, Frost und Schnee zu erzeugen. Und damit haben wir dann auch die erste Brücke zur kleinen Seebärin aus Hamburg geschlagen: Schließlich wird die Kleine auch zukünftig im Eismeer des Tierparks leben.

Bei der Entscheidung spielte aber auch eine Rolle, dass der Name zum Herkunftsland des Tieres passt. Das Verbreitungsgebiet der Südamerikanischen Seebären (Arctocephalus australis) umfasst die felsigen Küsten Südamerikas, die Landessprache hier ist Spanisch. Elsa gehört zu den beliebtesten spanischen Vornamen.

Die kleine Südamerikanische Seebärin aus Hamburg gilt als das weltweit erste in einem Zoo geborene Albino-Seebärenkind. Mittlerweile ist das weiße Fell der kleinen Robbe eher hellbraun. Dabei handele es sich wahrscheinlich um Schmutz, wie Zootierarzt Michael Flügger vermutet. Möglich sei allerdings auch, dass das Fell nach der Geburt nachgedunkelt sei.

Anfang September soll Elsa getauft werden, allerdings coronabedingt vor der Öffnung des Tierparks, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Man kann sich aber via Facebook und Instagram zuschalten. Stay tuned!