Bangkok/Berlin - Thailand hat eine ebenso lange wie traurige Tradition im Umgang mit seinen Elefanten. Um die Giganten gefügig zu machen, werden sie in Ketten gelegt und mit Stockhieben malträtiert, damit später Touristen auf ihnen reiten können. In Urlaubshochburgen wie Ko Samui und Phuket gelten Dschungeltouren auf dem Rücken der Dickhäuter als Attraktion. Auch in Shows treten sie auf, müssen tanzen und Purzelbäume schlagen. Dabei werden Elefanten eigentlich im alten Siam wegen ihrer Stärke und Intelligenz verehrt, sind sogar das Nationalsymbol. Mit der Kritik an der Quälerei wachsen aber auch die Initiativen, die den geschundenen Rüsseltieren helfen wollen.

Sangduen „Lek“ Chailert kümmert sich im Elephant Nature Park im Norden des Landes um kranke und traumatisierte Tiere. Das von ihr gegründete Projekt wurde wegen seiner sanften Methoden bereits mehrfach ausgezeichnet. Das Gebiet erstreckt sich über 60 Hektar Land und beherbergt mehr als 100 Elefanten. Hier können Touristen und freiwillige Helfer aus aller Welt lernen, wie Dickhäuter artgerecht behandelt werden sollten. „Der Schlüssel ist es, herauszufinden, wer ein Anführer und wer ein Mitläufer ist“, erzählt die Tierschützerin, die auch als „Elefantenflüsterin“ bekannt ist.

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