GEW-Studie: Lehrerarbeitszeit ist ausgeschöpft

Die wöchentliche Arbeitszeit von Pädagogen liegt durchschnittlich bei 47,5 Stunden, über das Jahr verteilt bei 40,7 Stunden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die gestern vorgestellt wurde."Das erträgliche Maß" sei überschritten, sah sich der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Erhard Laube, bestätigt. Wegen der angespannten Haushaltslage schlug er vor, nicht an den umstrittenen Pflichtstunden zu rütteln. Statt dessen stellte sich Laube einen "offenen Dialog" mit Politikern vor, um etwa den Verwaltungsaufwand, die Zahl der Konferenzen oder Klassenarbeiten zu senken. "Möglicherweise" sollten Zwischenzeugnisse abgeschafft werden.Im einzelnen arbeiten die Pädagogen der Studie zufolge mit durchschnittlich 1 805,4 Zeitstunden im Jahr mehr als im übrigen Öffentlichen Dienst - wenn auch nur 51 Stunden. Professor Peter Hübner von der Freien Universität, der die Studie für die GEW erstellte, hat aber beträchtliche Unterschiede ausgemacht. Während rund ein Viertel der Lehrer bis zu zehn Wochenstunden mehr arbeitet, brauchen ebenso viele deutlich weniger Zeit. So gelten Gymnasial- und Gesamtschullehrer mit mehr als 50 beziehungsweise 48,4 Wochenstunden als besonders belastet. Fast 17 Prozent - rund 5 700 Pädagogen - unterrichten nicht voll. Je weniger sie unterrichten, desto mehr steigt der Anteil der Arbeitszeit außerhalb des Unterrichtes. Sie sind wöchentlich 8,3 Stunden länger aktiv als sie eigentlich müßten. +++