Der kurze USA-Besuch des Bundesinnenministers hat Spuren im nordamerikanischen Kulturraum hinterlassen. Hans-Peter Friedrichs Gastgeber sind vom Charisma des Deutschen so beeindruckt, dass sich in ihrem Sprachgebrauch Formulierungen einzubürgern beginnen, die sich auf ihn und seine Klar- und Darstellungsmission beziehen.

So wird in Washington inzwischen das Verb „to hanspeter“ (sprich: „hännspieter“) verwendet, wenn jemand sich wider seine eigene Überzeugung äußert und deshalb höchst erleichtert ist, nicht besonders wichtig genommen zu werden. Wenn Anführungszeichen in Schriftstücken unernst gemeinte Passagen umrahmen, heißen sie neuerdings „Peter-Marks“.

In einigen mittelwestlichen Kleinstädten traf man sich bereits zu großen „Peterings“ und „Petering-Parades“. Tausende Teilnehmer versuchten dabei, möglichst überrascht, besorgt bis empört zu wirken. Wer die Beherrschung verlor und laut loslachte, musste hinterher das Konfetti aufsammeln.

Auch die Filmbranche ist beeindruckt und überlegt, prägende schauspielerische Leistungen nicht mehr mit einem „Emmy“ oder „Oscar“, sondern dem „Freederrick“ zu würdigen. Und wenn ein Texaner sich auch von einem guten, alten Freund nicht alles gefallen lassen will, dann sagt er zu ihm: „Okay, you can call me Hänns, Hännswörst or even Hännspieter. But, sorry: I'm not your Bundesinnenminister!“