Geschäftsführer Hartmut Mehdorn darf laut Aufsichtsrat mit großem Aufwand eine „kleine Teileröffnung“ des Berliner Großflughafens vorbereiten. Schließlich hat er einschlägige Verdienste. Während seiner früheren Berufstätigkeit schuf Mehdorn die personell-strukturellen Voraussetzungen dafür, dass kürzlich der kleine Teilbetrieb des Mainzer Hauptbahnhofs aufgenommen werden konnte.

Unter großer Anteilnahme der örtlichen Bevölkerung fahren dort inzwischen mitunter Züge ein. Experten sind zuversichtlich, dass es dank Mehdorns systematischer Vorarbeit ein Leichtes wäre, demnächst auch andere Haltepunkte in diesen spektakulären Zustand zu versetzen.

Noch ist nicht sicher, welches kleine Flughafenteil der charismatische Manager im kommenden März eigentlich eröffnen will. Handelt es sich um ein Hinweisschild „Achten Sie auf Ihr Gepäck!“ oder ist es ein Urinal für das kleine Teilgeschäft? Gerüchten zufolge plant Mehdorn die „ganz große kleine Lösung“: Er arbeite allen Ernstes auf eine volle Teilinbetriebnahme mit täglich bis zu zehn Maschinen hin.

Die sollen im Idealfall nicht in kleinen Teilen, sondern möglicherweise sogar teilweise in einem Stück auf den Schönefelder Erdboden herniederkommen. Mit einem Scheitern des tollkühnen Vorhabens ist selbstverständlich zu rechnen. Das wäre dann aber nur eine teilpeinliche Teilblamage und also schon ein kleiner Teilerfolg.