An der Schere zwischen Arm und Reich ist nicht nur der Kapitalismus schuld. Es liegt auch, so zitiert Spiegel-online soziologische Studien, an den Karrierefrauen. Sie haben es nicht länger nötig, sich den Aufstieg über die Partnerwahl zu sichern: Gestern wurden sie noch Krankenschwestern und heirateten sich zur „Frau Doktor“. Aschenputtels suchten Prinzen.

Die moderne Frau promoviert selbst. Aber leider ehelicht sie nun nicht ihrerseits „nach unten“, sondern weiterhin den Herrn Doktor. Die besseren Stände bleiben unter sich. Die soziale Spaltung wird vertieft, sagen die Forscher. Was folgt daraus? Nun, das Land braucht nicht nur eine Quote von, sondern vor allem für Frauen in gut bezahlten Positionen. Es reicht nicht, dass bald 30 Prozent aller Aufsichtsräte weiblich sind. Nein, die Hälfte der Erfolgsfrauen muss verpflichtet werden, sich mit minderprivilegierten Männern zu verbinden, etwa Wachleuten oder Schlachthof-Schweinekopfzerteilern.

Andernfalls wird eine Fehlverpaarungsabgabe fällig. Zudem könnten Lore-Romane und ZDF-Schmonzetten endlich neue Rollenbilder verbreiten. Es geht nicht mehr um den Herrn Grafen und seine Magd. Ein Langzeitarbeitsloser aus der Uckermark sollte von einem Leben an der Seite einer Key Account-Managerin träumen dürfen. Jeder arme Mann verdient seine Chance, sich hochzuschlafen. Die soziale Gerechtigkeit wird siegen.