MARZAHN/HELLERSDORF Die Perle der östlichen Stadtlandschaft - das Wuhletal - soll Landschaftsschutzgebiet werden. Die Fraktion Bündnis 90/Grüne hat im Abgeordnetenhaus einen entsprechenden Antrag gestellt.Gepflegte Wanderwege und Liegewiesen an einer renaturierten Wuhle, eine kleine Fußgängerbrücke über das Fließ - ginge es nach dem Willen von Hartwig Berger, umweltpolitischer Sprecher der Bündnisgrünen, dann soll sich das Wuhletal zu einem Naturschutz- und Erholungsgebiet entwickeln. Über einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion soll nun das Abgeordnetenhaus beraten.Das Fließtal der Wuhle prägt die östliche Stadtlandschaft Berlins. Für die großen Wohngebiete in Hohenschönhausen, Hellersdorf und Marzahn stellt die Naturlandschaft einen wichtigen Grünzug dar, der positiv das Klima beeinflußt, eine Erholungszone bildet und nicht zuletzt ein Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten ist. Die Bündnisgrünen schlagen deshalb vor, die Wuhle und ihr derzeit unbebautes Einzugsgebiet als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen und Teile unter Naturschutz zu stellen. Einbezogen werden soll auch die Wuhlheide in Köpenick. Die vorliegenden Landschaftspläne reichen den Bündnisgrünen nicht aus, um das einzigartige Gebiet zu schützen und seinen Erholungswert zu erhalten.Nach Vorstellung von Hartwig Berger könnte die Finanzierung über ein "System von Ökoabgaben" erfolgen. Denkbar wäre, eine Abgabe als Ausgleich für die Versiegelung von Böden einzuführen. Gemessen am Baugeschehen in Berlin kämen jährlich rund zehn Millionen Mark zusammen, so Berger. +++