Auf dem Gelände der früheren "Andrews Barracks" ist am Freitag der Grundstein für das neue Schweizer Viertel gelegt worden. Auf einer Fläche von 21 Hektar errichten die Berliner Haberent Grundstücks GmbH und die Essener Gagfah (Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestelltenheimstätten) rund 900 Wohnungen. Sie werden vor allem als Wohneigentum in 14 Doppel- und 200 Reihenhäusern gebaut. In Stadtvillen soll es 65 Eigentums- und in Alleehäusern 50 Mietwohnungen geben. Das neue Schweizer Viertel liegt zwischen Altdorfer Straße, Goerzallee, Luganer und Baseler Straße. Der Vermarktungsbegriff bezieht sich auf den inoffiziellen Namen des Kiezes, den die Anwohner wegen der nach Schweizer Kantonen so benannten Straßen nach der Alpenrepublik getauft haben.Gagfah und Haberent investieren etwa 520 Millionen Mark in die Neugestaltung des ehemaligen Militärgeländes, das bis 1994 von den amerikanischen Alliierten genutzt worden war. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Bund das Areal für 137,5 Millionen Mark an die beiden Firmen verkauft. Danach begann der Abriss der alten Anlagen. Außer Wohnungen entstehen auch noch ein Kinderspielplatz an der Ecke Altdorfer Straße/Goerzallee sowie ein Nahversorgungs- und Dienstleistungszentrum an der Ecke Luganer Straße/Goerzallee. Baubeginn für den Spielplatz ist im Juni, für das Einkaufszentrum voraussichtlich im September.Die ersten Häuser sollen im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. Wann das Viertel komplett fertig sein wird, hängt vom Verkauf der Häuser ab. Zwei Drittel der von der Gagfah gebauten Eigentumswohnungen sei schon vor Baubeginn verkauft, teilte eine Sprecherin mit. Die Vermarktung der Haberent-Wohnungen beginne Ende Mai.Weitere Informationen gibt es unter www.schweizerviertel.deBLZ/ANJA KÜHL Das neue Schweizer Viertel