Unsere Zukunft könnte so aussehen: Während wir in Häusern wohnen, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen, wird die Energie, die wir zusätzlich benötigen, aus Kuhmist, Wind- und Sonnenenergie gewonnen. Und wenn wir am Wochenende ins Kino gehen, müssen wir auf Strom erzeugenden Fahrrädern strampeln, um den Filmprojektor am Laufen zu halten. Endlich wird auch das Problem mit dem Müll gelöst sein, aus dem wird nämlich einfach Kunst gemacht, die dann in Museen ausgestellt wird.Die 4. Schüler-Uni "schools@university" zum Thema Klima und Energie an der Freien Universität wird bis zum 1. Oktober beweisen, dass diese Vision nicht so unrealistisch ist, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Bis zum kommenden Freitag können Schüler auf der Veranstaltung, die von der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin und der Berliner Energieagentur ausgerichtet wird, in etlichen Workshops, lebendigen Mitmach-Vorträgen und Filmvorführungen erfahren, mit welchen Mitteln die Weltbevölkerung auf den voranschreitenden Klimawandel reagieren kann.Dabei soll vor allem der Spaß im Vordergrund stehen. Denn obwohl der Klimawandel ein ernstzunehmendes Thema ist, ist die Welt noch nicht verloren. Die Vielfalt der Erde kann bewahrt werden -vorausgesetzt man stellt die richtigen Fragen und findet die richtigen Antworten. Genau dies ist einer der wichtigsten Programmpunkte der Schüler-Uni.Während sich die Vorlesungen damit beschäftigen, worauf man schon beim Einkaufen achten kann, um das Klima weniger zu belasten, oder ob es möglich ist, mit einem solarbetriebenen Auto um die Welt zu fahren, können die Schüler in Workshops aus Zahnpasta und Früchtetee Strom gewinnen oder mit selbstgebastelten Solarzellen einen kleinen Motor betreiben. Und was das denn eigentlich genau ist, dieses Treibhausgas, und warum das Klima der Erde so allergisch darauf reagiert, werden die Schüler bei einem Ausflug auf die Wetterstation des nahe gelegenen Fichtenbergs erfahren.Neben dem Spaß soll aber auch die Einsicht stehen, dass man nicht erst einen Weg finden muss, aus Kuhmist Strom zu gewinnen, um den Klimawandel zu stoppen. Denn jeder Mensch hat einen ökologischen Fußabdruck, den er verkleinern und so die Umwelt schützen kann. Wie das genau funktioniert, können die Nachwuchsstudenten mit ihren Professoren auf der Schüler-Uni besprechen.Weitere Infos zum Programm und zu den Unterrichtsmaterialien sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für einzelne Workshops findet ihr aufwww.schools-at-university.eu/berlin------------------------------Foto: Ob dieser Flitzer in Zukunft noch mit Benzin fahren wird? Oder bezieht er seine Energie bald aus der Zahnpastatube?