Im Jahr 2019 können die Deutschen ein Jubiläum feiern – die Debatte um die Neugliederung Deutschlands wird 100 Jahre alt. Seit Hugo Preuß, der „Vater der Weimarer Reichsverfassung“ 1919 mit seinem Plan, das Reich in 14 annähernd gleich große Territorien einzuteilen, nicht zuletzt am Widerstand der Länder scheiterte, begleitet die Debatte die Deutschen durch die Zeiten.

Dramatische Aktualität erlangte sie nach dem Zweiten Weltkrieg erstens durch die Auflösung Preußens, zweitens durch die Aufteilung Deutschlands in die Besatzungszonen der Siegermächte. In der sowjetischen Zone, der späteren DDR, wurden die ersten Länder zwar schon im Juli 1945 gegründet, doch nach dem zentralistischen Konzept der Besatzungsmacht sollten sie lediglich als Verwaltungseinheiten fungieren. Folgerichtig wurden sie bereits im Juli 1952 wieder aufgelöst und in 14 Bezirke eingeteilt. Erst am 3. Oktober 1990 entstanden sie neu.

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