DHAKA, 26. Juli. Bei den schweren Überschwemmungen in Bangladesch sind bislang 285 Menschen getötet worden. Allein am Wochenende gab es 83 Opfer, wie die Behörden am Montag mitteilten. Rund 30 Millionen Menschen wurden obdachlos - fast ein Viertel der gesamten Bevölkerung. Die Hälfte der 90 Stadtteile in der Hauptstadt Dhaka waren teilweise oder komplett überflutet. 125 000 Menschen kamen in Aufnahmelagern unter. Meteorologen rechnen damit, dass sich die Situation noch verschärfen wird. Weil die Kanalisation in Bangladesch nicht mehr funktioniert und das Trinkwasser ausgeht, befürchten Mediziner den Ausbruch von von Typhus- und Cholera-Epidemien. Mehr als 3 500 Ärzteteams sind im Land unterwegs, um gegen die drohenden Krankheiten anzugehen.Die durch den Monsun-Regen und die Schneeschmelze im Himalaya verursachten Überschwemmungen sind die schlimmsten seit 1988. Damals kamen mehr als 700 Menschen ums Leben und 21 Millionen wurden obdachlos. (AFP)