Howoge zieht im September in ihr eigenes Bürogebäude: Die Pyramide verliert ihren größten Mieter

MARZAHN. Sie ist repräsentativ, steht aber wohl am falschen Ort: Die 92 Meter hohe Pyramide an der Rhinstraße/Landsberger Allee, hatte es seit ihrer Eröffnung 1995 immer wieder schwer, Mieter zu finden. Trotz großzügigem Mamorfoyer, gut geschnittenen und hoch technisierten Räumen: Selbst in guten Zeiten war höchstens die Hälfte des 43 800 Quadratmeter großen Bürokomplexes vermietet. Jetzt zieht auch noch der größte Mieter, die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Howoge, aus. "Wir beziehen wieder unser eigenes Bürohaus an der Ferdinand-Schultze-Straße", sagt Howoge-Sprecherin Angela Reute. Alle Verwaltungsbereiche sowie die Tochtergesellschaften Howege Wärme GmbH und Howoge Servicegesellschaft mbH sind nach dem 14. September in der Ferdinand-Schulze-Straße zu finden.Den Auszug des Großmieters wolle man nicht kommentieren, sagt Silvia Lion von der Geschäftsleitung der Comer Immobilien Management &Co KG. Angaben zum Vermietungsstand gibt es von ihr auch nicht. Die Gesellschaft verwaltet seit 2006 die Pyramide, die aus dem weithin sichtbaren Hochhaus und zwei Flachbauten besteht. Damals verkaufte die Fundus-Gruppe die Pyramide an Runash Limited, eine in der britischen Exklave Gibraltar ansässige Gesellschaft. Für Anno-August Jagdfeld hatten sich die Erwartungen an die Immobilie an der Grenze zwischen Marzahn und Lichtenberg nicht erfüllt. Beim Richtfest im Jahr 1994 hatte der Fundus-Chef noch von einem "Signal" gesprochen, "das unseren Glauben an die Entwicklung im Osten Berlins dokumentiert".Silvia Lion zeigt sich dagegen vorsichtig optimistisch: "Gerade haben wir für rund 20 000 Quadratmeter Fläche Interessenten Angebote gemacht", sagt sie. Auch das Wahrzeichen der Pyramide, die große Lichtuhr, soll wieder repariert werden. Seit fast zwei Jahren ist sie kaputt. "Noch in diesem Jahr wird sich etwas tun", sagt Lion.