Die Handballer des Zweitligisten HSG Blau-Weiß Spandau hielten gegen den Aufstiegsfavoriten HC Empor Rostock nur eine Halbzeit (11:13) mit. Am Ende bekamen die Spandauer beim 20:29 deutlich ihre Grenzen aufgezeigt.Vor 155 zahlenden Zuschauern lief die Truppe von Coach Georgi Swiridenko praktisch während der gesamten ersten Halbzeit einem Rückstand hinterher. Den schönsten Treffer des Tages markierte dabei Linksaußen Uwe Hennig (insgesamt vier Treffer). Er erzielte mit dem sogenannten Kempa-Trick den Anschlußtreffer zum 10:11 (27.).Nach der Pause ließen die Kräfte der Blau-Weißen jedoch stark nach. Von schönen Kombinationen war nichts mehr zu sehen. Immer wieder rannten sich die Havelstädter in der kompakten Rostocker Abwehr fest. In der 36. Minute verkürzte Kreisläufer Sebastian Heck (6 Treffer), an diesem Tag bester HSG-Akteur, zwar noch auf 13:16, doch im Anschluß blieben die Swiridenko-Schützlinge zehn Minuten ohne Torerfolg. Die Ostseestädter nutzten diese Schwächeperiode der HSG im Stil einer Klassemannschaft. Siebenmal in Folge mußte der für den schwachen Jörg Herrmann eingewechselte Marcus Braun hinter sich greifen. Erst in der 46. Minute (14:23) beendete Jürgen Querengässer (3) mit seinem ersten Tor die Negativ-Phase. An dem Neun-Tore-Rückstand änderte sich dann bis zum Abpfiff nichts mehr. "Trotz der hohen Niederlage besteht kein Grund den Kopf hängen zu lassen", sagte Jürgen Kessling, sportlicher Leiter der HSG, "denn an Rostock brauchen wir uns nicht messen." Beim HC Empor überzeugte der Ex-DDR-Nationalspieler Rüdiger Borchardt mit neun Treffer. Die weiteren HSG-Treffer kamen auf das Konto von Jörg Hok (3), Jan Orgel (2) und Tobias Braun, der einmal erfolgreich war. Schon am Mittwoch (Sömmeringhalle) steigt die HSG-Pokalpartie gegen den Deutschen Meister THW Kiel.Nick Pielow Weitere Ergebnisse: Siemensstadt - Brandenburg 21:21 VfV - Rein. Füchse 19:19 HSG Blau-Weiß II - Köpenick 23:21 Askanischer SC - BSV/BSC 22:25 Siemens-Frauen - Köpenick 21:20 +++