Juba - Welche Todesangst muss Menschen treiben, dass sie sich mit ihren Kindern auf völlig überfüllte, kaum seetaugliche Boote stürzen? Wer einen Krieg wohl nicht selbst erlebt hat, kann sich das Ausmaß der Gewalt kaum vorstellen. Für die Südsudanesen ist es hingegen seit Wochen grausame Realität. Hunderte von ihnen liefen jetzt in der nördlichen Stadt Malakal vor Macheten, Panzern und Kugeln davon - und starben stattdessen im Weißen Nil.

Seit Mitte Dezember bekämpfen sich in dem ostafrikanischen Land Regierungstruppen von Präsident Salva Kiir und Rebellen, die dem ehemaligen Vize-Präsidenten Riek Machar anhängen. Hunderttausende wurden bereits aus ihren Dörfern vertrieben. Die genaue Zahl kennt keiner. Sicher ist nur, dass immer mehr Menschen in Panik den Nil überqueren, da sie sich am anderen Ufer - zumindest kurzzeitig - in Sicherheit wähnen. Aber die Fähren sind alt und verrostet, und die meisten Flüchtlinge können nicht schwimmen. Wohl deshalb wurde der mächtige Fluss 200 Verzweifelten zum tödlichen Verhängnis. Oder sogar 300. Oder noch mehr.

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