Groß Leuthen. ako Das einzige Campingmuseum tourt im Winter durch Deutschland, um für das Euro Camp und den Dahme-Spreewald-Kreis zu werben. 14 neue Exponate in Form von Originalen "Made in GDR" kamen auf der Tour-Station Leipzig hinzu. Außerdem gab es eine Einladung nach Spanien.Die "überdimensionalen Zuschauererfolge" freuen Heinz Müller, Geschäftsführer des Euro Camps. So zogen kürzlich mehr als 17 000 Pfälzer an drei Tagen über den Reisemarkt Rhein-Neckar-Pfalz in Ludwigshafen. "Ungefähr zehn Prozent blieben bei uns stehen", schätzt Müller das Interesse ein. Er habe aber auch den "witzigsten Stand" gehabt. Denn der Geschäftsführer reiste mit dem "Dübener Ei" an. Der 1,83 Meter kurze Wohnwagen aus dem Jahre 1977 begeisterte die Campingfreunde. "Die Wessis wollten sofort kaufen", sagt Müller. Doch die Fragen nach dem Preis erübrigten sich. Seit 1989 wird das "Ei" nicht mehr produziert. Müller managt im Sommer den gemeindeeigenen Campingplatz in Groß Leuthen. Im Winter schlägt er seine Zelte auf. Oder besser: Er hält mit seinen Wohnwagen bei verschiedenen Reisemessen auf den Fahrten quer durch Deutschland an. Bald geht es durch ganz Europa. Auf der Leipziger Touristik-Messe gab es eine Einladung zur Jahrestagung des spanischen Verbandes der Campingplatzbetreiber nach Barcelona. Der Verbandschef hätte am liebsten alle zehn Wagen, die in Leipzig mit dabei waren, in den Süden gebracht. Doch als das Gespräch auf die Übernahme der Transportkosten kam, seien die Wünsche kleiner geworden, erzählt Müller. Fünf Fahrzeuge paßten auf einen Lastzug, "wenn wir günstig packen. Doch möglicherweise scheitert das Ganze an den Kosten." Denn das Campingmuseum hat keine Mittel für die Finanzierung übrig.Eigentlich sei das Museum eine "Marketing-Idee, die sich verselbständigt hat". Die ersten Ausstellungsstücke waren "Klappfix-Anhänger aus DDR-Produktion und Campinggeschirr aus Plaste und Elaste". Mittlerweile sind 18 Campinganhänger "Made in GDR" zu besichtigen. In Leipzig kamen noch 14 dazu. Alles Geschenke von Messebesuchern, die von der Idee eines solchen Museums begeistert waren. "Zum Teil wunderbare Eigenbauten", beschreibt Müller die "aus der Not geborenen Fahrzeuge". Seine Aufgabe für die kommenden Wochen: "Sachsen bereisen. Und die nicht mehr zugelassenen Stücke einsammeln." +++