Königs Wusterhausen. Die Schülerzeitung des Schiller-Gymnasiums "Der Anschlag" organisierte am vergangenen Wochenende eine öffentliche Schrottsammlung. Der Erlös für die 7,3 Tonnen Altmetalle soll helfen, auf dem Schulhof eine Basketballanlage zu errichten.Zwei Schülerzeitungen gibt es am Friedrich- Schiller-Gymnasium. "Der Anschlag" wurde erst vor drei Monaten von Jens Bemme und Robert Prengel, beide Schüler der 11. Klasse, gegründet.Trotz der kurzen Zeit bewegten sie im Leben der Schule schon eine ganze Menge. Die Idee, ein Schülercafe einzurichten, kam von ihnen. Ebenso das erst kürzlich veranstaltete Volleyballturnier.Die Schrottsammlung war geplant, um den Schülern bald eine sinnvolle Pausenbeschäftigung bieten zu können. Als Alternative zum Rumstehen, Rauchen und Trinkpäckchen-Kicken, kann man in Zukunft auch mal einen Korb werfen. "Ab der zwölften Klasse hat man oft bis zu drei Freistunden am Tag", so Jens. "Da ist es schön, wenn man nicht nur rumsitzen muß."Das Landratsamt unterstützt das Anliegen, da durch den neuen Schulanbau ein großer Teil des Schulhofes verloren ging.Für die Hälfte des benötigten Geldbetrages wollte der Schrott- und Metallhandel Berlin vier Container Altmetalle. Lehrer brachten ausrangierte Badewannen. Tisch- und Stuhlbeine, Wasserboiler und anderes Gerümpel aus der Schule wurden von Hausmeister und helfenden Schülern herausgeholt. Das allein füllte schon einen Container.Von dem Geld sollen Stahlträger, Korb und Netz gekauft werden. Die Spielfläche, Steine aus recycelter Altplastik, werden von Salzwedel ECO-Block und von der KWer Sparkasse finanziert. Den Sand liefert das Mörtelwerk Niederlehme.Und die Basketbälle? "Die muß man schon selber mitbringen. In der Schule gibt es nur zwei." Jens und Robert sind zuversichtlich. Im Juni soll die zweite Schrottsammlung durchgeführt werden. "Und im nächsten Schuljahr steht das Ding", sind sie überzeugt. +++