Hamburg - Zählen, Wiegen, Messen - im Tropenaquarium des Hamburger Tierparks Hagenbeck war am Freitag Inventur. Einen Tag nach Weihnachten mussten einige der mehr als 14 300 Bewohner auf die Waage. Die Pfleger seien mit den Ergebnissen der Inventur zufrieden gewesen, sagte ein Mitarbeiter des Tierparks. Mit der Bestandsaufnahme sollen die tatsächlichen Zahlen mit den Buchbeständen abgeglichen und die Gewichtsentwicklung der Tiere kontrolliert werden.

Mit Leckerlis und vollem Körpereinsatz brachten die Pfleger unter anderem die zehn gefräßigen Kattas auf die Waage. Trotz ihrer Vorliebe für Süßes wie Obst, Gemüse oder Trockenfrüchte wogen die Halbaffen nicht zu viel. Fransenschildkröte «Raffaello», deren indianischer Name Matamata übersetzt «ich töte» bedeutet, machte es ihrem Pfleger Florian Ploetz nicht so leicht: Sie schnappte nach links und rechts. Am Ende stand jedoch fest: Bei 41 Zentimetern Länge wog «Raffaello» 8,6 Kilogramm.

Selbst unter Wasser waren die Pfleger im Einsatz. Zwischen Raubfischen reinigten Heidrun Rohr und Andreas Steffens die Scheiben des Hai-Atolls vor den Augen der Besucher und zählten die Goldmakrelen.

Unter die Lupe nahmen die Pfleger auch das Korallensaumriff - beim Zählen der Fische wurden sie auf eine echte Geduldsprobe gestellt. Mehr als 60 Arten leben dort und verharren selten an einem Ort. In drei Durchgängen wurden die Segelflossendoktorfische mit einem Handklicker gezählt, dann stand fest: Im Becken leben neun Exemplare. Insgesamt haben im Tropen-Aquarium rund 300 exotische Arten auf 8000 Quadratmetern Fläche eine neue Heimat gefunden. (dpa/lno)