Berlin. jew Bei der Entlassung der Verwaltungschefin des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Monique Berlioux, im Juni 1985 während der 90. IOC-Session in Ost-Berlin soll Schweigegeld geboten und später gezahlt worden sein. Die Französin, die seinerzeit als mächtige Gegenspielerin von IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch galt, soll für ihren Abschied aus dem IOC-Hauptquartier in Lausanne 7,3 Millionen Dollar erhalten haben - diese Informationen lieferte Karl-Heinz Wehr, der Generalsekretär des Weltboxverbandes AIBA, als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) "Möwe" an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR. Hauptquelle des Stasi-IM war Anwar Chowdhry (Pakistan), der Präsident des Weltboxverbandes und enger Vertrauter von IOC-Chef Samaranch. Zuvor veröffentlichte Stasi-Protokolle des IM "Möwe" sind bereits Gegenstand einer IOC-Kommission, die mutmaßliche Manipulationen beim Boxturnier der Olympischen Spiele 1988 aufklären soll. Seite 3 +++