Der deutsch-schwedische Millionär und Rechtsextremist Patrik Brinkmann will offenbar bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011 antreten. Mit Unterstützung einer "Bürgerbewegung pro Deutschland" will er Wahlkampf machen, wie aus einer Ankündigung der Organisation hervorgeht. "Wir halten es für eine besorgniserregende Entwicklung, falls es gelingen sollte, Vorbehalte in der Bevölkerung gegen den Islam mit rechtsextremistischen Bestrebungen zu verknüpfen", sagte Innenstaatssekretär Ulrich Freise (SPD) am Mittwoch im Verfassungsschutz.Der Unternehmer aus dem südschwedischen Jönköping gilt als eine Führungsfigur im europäischen Rechtsextremismus. Nach anfänglichen Kontakten zur NPD gehörte er zeitweise der DVU an. 2007 erwarb er eine Villa in Zehlendorf. Nach Angaben des Verfassungsschutzes wechselt Brinkman jetzt in den Umkreis der islamfeindlichen Initiative "Pro Köln". Ihr gelang 2009 mit 5,4 Prozent der Stimmen der Einzug in den Kölner Stadtrat. Nach dem Vorbild von "Pro Köln" soll laut "Bürgerbewegung pro Deutschland" im März eine Initiative "Pro Berlin" gegründet werden. Brinkmann stehe als Vorsitzender zur Verfügung, hieß es. (kop.)