Jerusalem - Harsch war die Kritik aus Israel an der jüngsten Förderrichtlinie der Europäischen Union, die israelische Siedlungen in den besetzten Gebieten von der Vergabe von Geldmitteln für Projekte ausschloss. Die Entscheidung schade dem Nahost-Friedensprozess, hieß es. Doch die Realität widerlegt den Vorwurf. In Kürze finden in Washington unter Vermittlung von Martin Indyk, des früheren US-Botschafters in Tel Aviv, erstmals seit vier Jahren wieder direkte Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern statt.

Das Zustandekommen dieser Verhandlungen ist das Verdienst von US-Außenminister John Kerry, der in unermüdlicher Pendeldiplomatie zwischen Israelis und Palästinensern die Grundlage schuf. Offenbar kam ihm aber der kontroverse Beschluss der Europäischen Kommission sogar zugute. Unter Berufung auf US-Offizielle berichtete die israelische Zeitung Haaretz, dass „die EU-Sanktionen zu Flexibilität auf beiden Seiten geführt und der Kerry-Mission zum Erfolg verholfen haben“.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.