Eifi Freunde ein guter Freund ... Nein, Bayerns ehemaliger Regierungschef Max Streibl hat kein Glück mit seinen Amigos. Und die CSU hat keines mit ihm: Wer einen Streibl Max zum (Partei)-Freund hat, kann auf weitere Feinde verzichten.So oder ähnlich stellen CSU-Chef Waigel. Bayerns Ministerpräsident Stoiber und auch die CDU unisono die Situation dar, nachdem das Kamingespräch in Oberbayern zwischen Streibl und dem rechtsradikalen Parteiführer Franz Schönhuber ruchbar geworden ist. "Dämlich" nennen Streibis Unions-Freunde das und "eine Eselei. Vielleicht war s sogar eine dämliche Eselei?Was auch immer, man könnte zur · Tagesordnung übergehen, wenn Max Streibl -- immerhin noch CSU-Bezirks· vorsitzender in Oberbayern -- wirklich nur noch das wäre, als was ihn seine düpierten Partei-Amigos nun hinstellen: eine Art Polit-Senilissimus, der weder im Auftrag noch mit Wissen der Partei gehandelt habe. Ist das wirklich so einfach? Hoffentlich Ein Blick auf die politische Lage in Bayern zeigt freilich, daß die CSU noch in diesem Jahr ein handfestes Republikaner-Problem bekommen könnte. Was tun, wenn bei den Landtagswahlen die absolute Mehrheit verloren geht, die Reps ins Parlament einziehen (vor vier Jahren blieben sie bei 4,9 Prozent hängen> und rein rechnerisch nur eine große Koalition mit der SPD oder aber -- eine kleine mit den Schönhubers zustande kommen kann? Eine solch unschöne Konstellation ist zumindest denkbar.Es gibt klare Abgrenzungserklärungen der CSU in bezug auf die Republikaner. Und es ist Edmund Stoibers erklärte Politik, das Wählerpotential der Reps an die CSU zu binden. Das ist schwierig, will man sich nicht selbst in eine radikale Schieflage bringen. Franz Josef Strauß hat das in den 60er Jahren einmal geschafft. Ob .Stoiber das gleiche Kunststück gelingt, ist zumindest zweifelhaft. Man wird die CSU nach den Landtagswahlen vielleicht noch einmal energisch daran zu erinnern haben, was sie in diesen Tagen versichert hat: Die Reps sind keine Partner.