Der Senat lehnt es ab, das Grab von Peter Fechter zum Ehrengrab zu ernennen. Der Bezirk hatte sich auf Beschluss der Bezirksverordneten dafür eingesetzt. Laut Ehrengrabverordnung würden nur Verstorbene berücksichtigt, "die besondere Verdienste um Berlin erwor- ben haben und über Berlin hinaus hervorragende Leistungen vollbracht haben", heißt es in einem Schreiben des Senats an das Bezirksamt. Der 18-jährige Peter Fechter aus Weißensee war am 17. August 1962 bei einem Fluchtversuch von DDR-Grenzsoldaten erschossen worden. Er verblutete auf dem Grenzstreifen. Sein Grab auf dem Friedhof der Auferstehungsgemeinde an der Indira-Gandhi-Straße ist als Grabstätte eines Opfers von Krieg und Gewaltherrschaft anerkannt. Damit besteht ein dauerndes Ruherecht. (str.)