So weit darf es nicht kommen: Auf den Hauptstraßen sind Sonderspuren für Schnellbusse markiert, Haltestellen in Röhrenform erleichtern das Ein- und Aussteigen. Die Transportkapazität erreicht die einer U-Bahn, aber die Baukosten betragen nur ein Dreihundertstel davon. Die brasilianische Millionenstadt Curitiba setzt schon seit Jahren auf den Busverkehr.Ein typisches Dritte-Welt-Phänomen. Zwar hat auch New York längst nach brasilianischem Vorbild zahlreiche Straßen mit eigenen Busspuren und Terminals ausgerüstet. Das ist nichts für Berlin. So empfiehlt der Verkehrssenator, aus Kostengründen auf die Markierung weiterer Busspuren zu verzichten. Auf das über 800 Quadratkilometer große Stadtgebiet kommen heute knapp 100 Kilometer mit markierten Fahrbahnen. Das reicht. Schluß mit der Behinderung des Individualverkehrs. Nie wieder im Stau stehen, nur damit asoziale BVG-Insassen auf ihrer freien Busspur vorbeiziehen können!Die Straße gehört allen, und Busse sind ohnehin das primitivste und unbequemste Transportmittel nur für Unterprivilegierte. Berlin braucht den ungestörten Autoverkehr, damit die jährlich 30 000 Menschen, die von Berlin ins Umland ziehen, wenigstens zur motorisierten Shopping-Spritztour in die City fahren. Daß die meist wegen Unfallgefahr, Autolärm und Luftverschmutzung geflüchtet sind, davon wollen die unbelehrbaren Verkehrspolitiker einfach nichts wissen.