BONN/BERLIN, 8. Dezember. Die palästinensische Generaldelegation in Deutschland hat sich von dem offenbar antizionistisch motivierten Brandanschlag auf die Synagoge von Düsseldorf distanziert. "Wir sind grundsätzlich gegen Angriffe auf Gebetseinrichtungen", sagte der Sprecher der Palästinenser-Vertretung, Mohammed Nazzal, am Freitag in Bonn. Nazzal unterstrich mit Blick auf die aus arabischen Ländern stammenden mutmaßlichen Täter, die gegenwärtigen Auseinandersetzungen im Nahen Osten seien "politischer Natur und nicht religiöser Natur": "Taten wie in Düsseldorf sind genauso gegen unser Anliegen gerichtet wie gegen die Synagoge." Die Bundesanwaltschaft hatte am Donnerstag mitgeteilt, ein aus Marokko stammender 20-jähriger Deutscher und ein 19-jähriger Staatenloser aus Jordanien hätten den Anschlag auf die Synagoge weitgehend gestanden. Die Verdächtigen gaben als Motiv für das Attentat "Rache" an Israel an. Als "unfair" wies Nazzal zugleich Äußerungen des jüdischen Zentralratspräsidenten Paul Spiegel zurück, der nach der offenkundigen Aufklärung des Brandschlags vor der Gefahr einer "Bündelung von Rechtsextremen in Deutschland mit Fanatikern aus dem Nahen Osten" gewarnt hatte. "Wir haben mit diesen Leuten nie zu tun gehabt", sagte Nazzal. (AFP)