Seit drei Wochen arbeite ich wieder in der Bibliothek von Yad Vashem. Wie jedes Mal wurde die israelische Passkontrolleurin wegen meines arabischen Namens nervös – es folgte die übliche Sonderprüfung, zivil und schnell: Vorname des Vaters, des Großvaters, zudem noch ein paar Fragen, die sich im Computer abgleichen lassen. Wer weiß, wer den Pass geklaut haben könnte. Der Name bietet auch Vorteile. Jener osmanische Soldat Ali, der 1686 in der Schlacht um Ofen (heute: Budapest) gefangen genommen und dann im Berliner Dom auf den Namen Friedrich Aly getauft wurde, stammte womöglich aus Jerusalem. Ein Palästinenser? Unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen.

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