Vor den Wahlen in Israel hatten Demoskopen dem rechtsnationalen Block einen deutlichen Sieg prophezeit. Der Spiegel handelte Netanjahu als „hohen Favoriten“, diese Zeitung titelte vor drei Wochen „Israels rechtes Lager wird immer stärker“. Stattdessen stärkten die Israelis die liberale Mitte. Das ist angesichts der beunruhigenden außenpolitischen Lage des Landes erstaunlich und respektabel.

Präsident Barack Obama verlangt von Israel deutliche Zugeständnisse, die Lage in Syrien ist potenziell bedrohlich, der Irak alles andere als befriedet. Die so lange freundschaftlichen Beziehungen Israels zur Türkei sind erheblich angespannt; der Iran arbeitet an atomaren Waffen und besseren Raketen. In Tunesien, Libyen und Ägypten verwandelt sich der von so vielen, inzwischen wortkargen Meinungsmachern gefeierte „arabische Frühling“ in eine zumindest kleine islamistische Eiszeit.

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