Meine Damen und Herren, ich freue mich, am fünften Tag nach dem 3. Oktober zu Ihnen sprechen zu können. Gleich eingangs will ich Ihnen beichten, dass ich nie ein Freund von Helmut Kohl war, auch wenn er als Kanzler der Einheit in die Geschichte eingehen will und vielleicht sogar wird.

Tatsächlich war Kohl ein Grund für mich, aus Westdeutschland wegzugehen, kurz nachdem er dort zum ersten Mal Kanzler wurde, denn seine geistig-moralische Wende verbreitete Stillstand und Lähmung. Irgendwann mochte man auch nicht mehr lachen, wenn er „Birne“ gerufen wurde, und West-Berlin wurde zum einzigen Ort in Deutschland, wo man ihn nicht vor der Nase hatte bzw. in die Zone zu musste, wo die grauen Sozialisten herrschten. Natürlich hatte ich die Rechnung ohne die Geschichte gemacht.

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