In den beiden vorangegangenen Kolumnen ging es nicht um fehlende Milliarden für den Ausbau von Krippenplätzen, sondern um Inhalte – um Kleinstkinder und Erzieherinnen, die Grundregeln und Konzepte. Kurz: Unter welchen Voraussetzungen können Eltern ihre noch zarten Kleinen guten Gewissens in eine solche Institution geben.

Das Thema interessiert Politiker nicht, Leser nur in Maßen. Schriebe ich stattdessen, artgerechte Tierhaltung sei Unfug, Hauptsache, es seien möglichst billige Käfige in ausreichender Menge vorhanden, ginge ein Aufschrei durchs Land. Jenseits modischen Geredes über die „Prozessorientiertheit“ des frühkindlichen Spiels sind die Deutschen in der glücklichen Lage, dass sie über durchdachte und empirisch gestützte Konzepte zur Frühpädagogik verfügen. Diese sind vergessen worden, weil sie nicht in Köln, sondern am Institut für Hygiene des Kindes- und Jugendalters in Leipzig erarbeitet wurden, also in der DDR.

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