Das ist ja genauso wie die Realität“, sagte neulich ein belesener Freund, als wir aus dem Kino auf die heißen Straßen des Sommers traten. Wir hatten „Planet der Affen“ gesehen, einen Action-Film, der nach dem Muster des anthropologischen Katastrophismus vorführt, dass a) Menschen eigentlich Affen sind, b) Affen klüger/edler sind als Menschen – und c) auch Affen sich früher oder später in dumme, böse Menschen verwandeln können. So oder so geht die Welt zugrunde.

„Warum schauen wir uns überhaupt solche Filme an?“, nörgelte mein Freund. „Da kann man ja gleich den Fernseher anstellen!“ Ja, warum? Woher stammt diese Ruinen- und Untergangsfaszination, die unsere Populärkultur wie eine Epidemie befallen hat? Apokalyptische Landschaften, in denen die Zombies herrschen, vom Dschungel überwucherte Großstadtruinen, in denen die „letzten Menschen“ ohne Hoffnung ums (immer nur kurze) Überleben kämpfen – jedes zweite Videospiel spielt in finalen Endzeiten.

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