Komisch fühlt es sich an, dieses Land. Man meint, eine wachsende Wehrwilligkeit zu spüren, einen diffus wummernden Zorn zu hören, als Grundbass, gesummt mit mählich anschwellendem nationalem Ego. Noch haben unsere Hubschrauber Risse. Die Transportmaschinen sind fliegende Antiquitäten, die Radpanzer eiern. Unsere Superwumme G36 wird „nach mehreren hundert Schuss“, herrje, ganz heiß. Unsere seit 1935 gerühmten U-Boote tauchen nicht mehr richtig. Die Rümpfe der Fregatten sind so löchrig wie die Sohlen des Heeres. Der Zustand unserer Streitkräfte, schallt es jetzt überall, sei „desolat“, „marode“, „erschreckend“, „katastrophal“. Unsere Wehr, erklärte neulich ein Amtssprecher mit unfreiwilliger Ironie, sei „für den Normalfall gut gerüstet“.

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