Die Leute meckern zu viel. Dabei geht es uns doch gut, es könnte viel schlimmer kommen. Glück ist relativ, das wusste schon die Tante Jolesch, jene fabelhaft schlagfertige Figur aus dem gleichnamigen Buch von Friedrich Torberg. Er beschreibt jene untergegangene Epoche vor dem 2. Weltkrieg, als in den Wiener Kaffeehäusern die jüdischen Intellektuellen saßen und über alles Mögliche diskutierten. Nur den Untergang des Abendlandes, der wenig später begann, hatten sie sich nicht vorstellen können. Immerhin saßen sie ja bei Tante Jolesch, die ihnen ihre wunderbaren Knödeln servierte.

Einmal unterhielten sich ihre Gäste aufgeregt. Ein Freund hatte einen Unfall. Nichts Schlimmes, er habe Glück gehabt, sagten die Gäste und malten sich aus, was statt der paar Dellen und blauen Flecke dem Freund noch alles Schreckliche hätte passieren können.

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