In diesen Tagen wird auf vielfältige Weise an die Spiegel-Affäre erinnert, in Wahrheit eine Affäre Franz-Josef-Strauß. Eine Titelgeschichte über die Bundeswehr ließ den schwarzen Verteidigungsminister der CSU rot sehen. Auf seine Veranlassung wurden der Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein, Conrad Ahlers und andere inhaftiert. Nicht nur zur Überraschung von Strauß war die Öffentlichkeit äußerst alarmiert, galt doch die Pressefreiheit als anerkannt schützenswertes Gut.

Ich stand damals in Heidelberg mitten im juristischen Staatsexamen. Trotzdem wollte ich etwas tun und suchte Mitstreiter. Aber wie wird aus allgemeiner Empörung ein ernstzunehmender Protest, öffentlich wirksam in einem weitgehend unpolitischen Umfeld? 68 lag noch in weiter Ferne. Bald waren wir ein bunter Haufen von Jurastudenten und Physikassistenten. Schnell kam die Rede auf Kundgebung und Demonstration.

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