Nach dem Leipziger Mummenschanz vom Wochenende, nach dem Jubiläumstrara des angeblichen Völkersieges über Napoleon ist es an der Zeit, aus dem theatralischen Pulverdampf aufzutauchen und die Folgen der napoleonischen Besatzung zu bedenken. Die Franzosenkriege bedeuteten für die Deutschen Zerstörung, vollständige Verarmung, Angst, Schrecken, Willkür, Vergewaltigung und hunderttausendfaches gewaltsames Sterben. Die Deutschen erlitten damals das schwerste Massentrauma zwischen dem Dreißigjährigen Krieg und dem Ersten Weltkrieg.

Wie das in der Regel geschah, schilderte der 1794 nach Deutschland ausgewanderte Philosoph Charles de Villers am Beispiel von Lübeck, wo die einrückenden französischen Soldaten den Einwohnern im November 1806 das Leben zur Hölle machten: „Die Menschen wurden angehalten, ausgezogen; und diejenigen, die sich in den Straßen zu zeigen wagten, misshandelt.“

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