Kommentar: Bischof Tebartz-van Elst sollte Amt aufgeben

Seit über einer Woche ist der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nun schon in Rom. Doch erst heute trifft er den Papst. Am Ende des Treffens, das sicher quälend ausfallen wird, kann nur eine Lösung stehen: Der Bischof muss gehen.

Dem 53-Jährigen sei ein sanfter Abgang gegönnt – einer, der ihn noch irgendwie das Gesicht wahren lässt, das er wesentlich durch eigenes Tun eigentlich schon verloren hat. Dass es zu Tebartz-van Elst‘ Ablösung keine Alternative gibt, liegt allerdings auf der Hand. Denn sein Verbleib würde nicht allein das eigene Bistum weiter irreparabel beschädigen, sondern den gesamten Katholizismus in Deutschland.

So wenig der umstrittene Kirchenmann noch ins 21. Jahrhundert passt, so wenig tun es übrigens die kirchlichen Krisenmechanismen. Natürlich müssen Vorwürfe geprüft werden. Andererseits laufen die Limburger Katholiken seit Wochen in Scharen davon. Überdies geht es im vorliegenden Fall ja nicht um ein Gerichtsverfahren, sondern um die Frage: Kann Franz-Peter Tebartz-van Elst sein Amt noch nutzbringend für die katholische Kirche ausfüllen? Die Antwort ist klar. Sie lautet: Nein.

Papst Franziskus muss daraus die Konsequenzen ziehen.