Die beiden weltgrößten Kohlendioxid-Emittenten einigen sich auf eine Reduktion der Treibhausgase. Das ist nur bedingt ein „Meilenstein“, wie der amerikanische Präsident Barack Obama die nicht einmal bindende Abmachung nennt. Die USA verschaffen sich mehr Zeit und sind, nicht anders als China, vor allem aufgrund des großen innenpolitischen Drucks gefordert, den Kampf gegen die Umweltverschmutzung auf sich zu nehmen.

Peking hat dem Smog bereits den „Krieg“ erklärt. Bislang geht es daraus als Verlierer hervor. Zu oft und zu stark schneidet der gefährliche Feinstaub den Menschen im Land regelrecht die Luft ab. Doch selbst bereits lancierte Pläne der chinesischen Regierung sprechen davon, bis zum Jahr 2030 die Feinstaubbelastung auf lediglich durchschnittlich 35 Mikrogramm pro Kubikmeter zu senken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht bei Werten von 25 die Schwelle zur Gesundheitsgefährdung als überschritten an. Die Verschmutzung läge damit selbst noch in mehr als zehn Jahren unter den von der WHO empfohlenen Werten. Beruhigend ist das nicht.

Die Bemühungen der Chinesen sind nach Jahrzehnten der Ignoranz beachtlich. Sie sind vor allem nötig und bedeuten doch nur einen kleinen Schritt. Denn wie wollen sie den Spagat zwischen Luftreinigung und dem Ausbau der Kohlekraftwerke, auf die sie nach wie vor setzen, schaffen? Ein Durchbruch sieht anders aus.