Es kann ziemlich schnell gehen und dann ist Horst Seehofer weg. Eine kurze Rede, ein Interview und der CDU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident ist zurückgetreten. Vorbei die Zeit von König Horst. Er werde 2018 nicht mehr zur Wahl antreten, hat er gerade verkündet. Das heißt nicht, dass erst 2018 Schluss ist.

Aus Seehofers Sicht macht es keinen Sinn, länger zu bleiben. Er hat den Höhepunkt seiner Macht erreicht. Unter seiner Führung hat die CSU bei der vergangenen Landtagswahl die absolute Mehrheit wiedergewonnen, die Koalition mit der FDP auf Landesebene blieb eine Episode. Er hat also die CSU von der Schmach erlöst, ausgerechnet er, der bei seinem Amtsantritt 2007 als Übergangskandidat galt, als geringeres Übel, als Ausputzer, aber sicher nicht als Messias. Besser werden kann es für ihn nicht. Und es gibt ein warnendes Beispiel: Edmund Stoiber wurde nur kurz nach einem phänomenalen Wahlergebnis von 60 Prozent aus dem Amt geputscht. Wegjagen lassen will Seehofer sich sicher nicht.

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