Über Blankenfelde-Mahlow dürfen nachts keine Flugzeuge starten. Das hat das Oberverwaltungsgericht entschieden. Logisch. Selbstverständlich werden über Blankenfelde keine Maschinen starten. Jedenfalls nicht vom BBI. Für diese Gewissheit braucht man keine Juristen. Darum kümmert sich schon das Flughafen-Management: Technikchef Amann hat schriftlich zugesichert, dass Geschäftsführer Mehdorn hart an der Vision des Null-Dezibel-Airports arbeite – indem er „hervorragende Fachkräfte entlässt und durch unqualifiziertes Personal ersetzt und die Gesellschaft im wachsenden Umfang durch externe Unternehmensberater kostenintensiv begleiten lässt“.

Potenzielle Fluglärmopfer dürfen nicht nur auf eine BBI-Pleite hoffen, Amann stellt ihnen auch eine „Lähmung der Aktivitäten“ in Aussicht. Das macht Mut. Die BBI-Anwohner sollten also nicht länger Klagewege und Sankt Florian bemühen, sondern auf den legendären Großcholeriker vertrauen. Mehdorn muss durch die Bevölkerung in seinem spektakulären Führungsstil bestärkt werden – sei es mit Mails, Grußkarten oder Präsentkörben. Und niemand braucht sich zu sorgen, dass Amanns Brandbrief Folgen haben könnte. Er ist an den amtierenden Aufsichtsratschef gerichtet: Klaus Wowereit. Das heißt, alles wird gut, zumindest für die Einwohner von Blankenfelde, Lichtenrade, Friedrichshagen, Teltow und Zeuthen. Gesegnete Nachtruhe.