Der angeschlagene Autokonzern Peugeot-Citroën (PSA) kann erst einmal weitermachen. Eine Pleite ist vorerst abgewendet. Geht es jetzt bergauf mit dem traditionsreichen französischen Autobauer?

Die Chancen stehen schlecht. Denn PSA verfügt über eine Eigentümer-Struktur, die prekärer nicht sein könnte. Da sind einerseits die ungeduldigen Manager des chinesischen Dongfeng-Konzerns, die sich von PSA Know-how versprechen, um möglichst schnell auf internationalen Märkten expandieren zu können. Gewissermaßen als Gegengewicht agiert als zweiter Großaktionär der französische Staat. Ihm geht es darum, möglichst jeden Arbeitsplatz bei PSA in Frankreich zu halten. Dass diese Kräfte eher früher als später gegeneinander arbeiten werden, ist unvermeidlich.

Das hat damit zu tun, wie Autobau heute funktioniert: Das A und O ist, flexibel mit den Produktionskapazitäten umzugehen. Fertigung muss zwischen Werken schnell hin und her geschoben werden. Und das alles muss noch mit dem Vertrieb koordiniert werden. Das wird eines Tages auch bedeuten, dass Produktion aus Frankreich abgezogen werden muss. Und dann gibt es Ärger. Die Gefahr ist groß, dass sich die beiden neuen PSA-Großaktionäre gegenseitig blockieren. Niemandem wäre damit gedient. Denn das Ergebnis wäre ein Konzern in Agonie, der nicht mehr wettbewerbsfähig ist und immer stärker mit staatlicher Hilfe gepäppelt werden muss.