Nein, es gibt keine Immobilienpreisblase in Deutschland. Die Bundesbank warnt zwar vor Übertreibungen gerade in den Großstädten wie Berlin, München, Frankfurt oder Köln. Doch zu Recht vermeidet sie das B-Wort. Denn hierzulande gilt: Das Risiko trägt der einzelne Käufer, der sich verkalkuliert, nicht die Allgemeinheit.

Das macht den Unterschied zu den USA, Spanien oder Irland aus, die durch Immobilienblasen in schlimme Krisen gerieten. Egal ob in San Francisco, New York oder Houston – überall verschuldeten sich Arbeitnehmer mit wenig Eigenkapital und geringen Einkommen bis zum Gehtnichtmehr, um an das Häuschen zu kommen, das sie sich nicht leisten konnten.

Kredite erhielten sie dank öffentlicher Hypothekenbanken und zügelloser Finanzmärkte günstig. Die Spekulanten mochten sich einfach nicht vorstellen, dass die Hauspreise überall einbrechen könnten und nicht nur in einer Region an der Westküste oder einer Metropole im Osten. So pumpte sich im ganzen Land die Blase auf, deren Platzen eine globale Wirtschaftskrise auslöste.

Hier steigen die Immobilienpreise rasant, nicht die Kredite. Es kaufen überwiegend Leute, die sich Verluste leisten können. Sie müssen und sie können damit leben, dass sich ihre Investition nicht auszahlt, wenn sie sich das falsche Objekt ausgesucht haben. Für jeden Einzelnen ist es ärgerlich, wenn er sich verspekuliert. Für die deutsche Wirtschaft geht davon keine Gefahr aus.