In Köln haben sich in der Neujahrsnacht mehrere hundert junge Männer, aufgeteilt in Gruppen, wehrlose Frauen umzingelt, begrapscht, entkleidet, massiv sexuell belästigt, gedemütigt, beraubt. Offenbar stammen die Täter aus Nordafrika und dem arabischen Raum. Das Entsetzen ist groß, weil es der erste derartige Vorfall in Deutschland war. Von einer komplett neuen Dimension sexueller Gewalt und organisierter Kriminalität ist die Rede.

Für Deutschland mag das zutreffen, aber Millionen Frauen in vielen Teilen der Welt kennen solche Zustände nur allzu gut und erfahren immer wieder, dass sie bagatellisiert werden. Während der vermeintlichen Demokratiefeste auf dem Kairoer Tahrir-Platz zum Beispiel ereignete sich reihenweise genau das, was jetzt Köln erschüttert: Gruppen junger Männer kreisen Frauen ein, entkleiden und misshandeln sie. Die Vorfälle wurden bekannt, weil sie an prominenter Stelle stattfanden. Es gibt sie aber überall, wo die Gesellschaft jungen Männern beibringt, Frauen seien Freiwild.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.