Die Zufriedenheit der Deutschen mit sich selbst ist vergleichsweise jungen Datums. Auf die Frage, wann es Deutschland am besten gegangen sei, kamen 1951 nur wenige auf die Idee, die eben erst gegründete Bundesrepublik als Hort ihrer persönlichen Ziele und Geborgenheit zu bezeichnen. 45 Prozent der Befragten sehnten sich zurück ins Kaiserreich, und 42 Prozent waren der Meinung, dass die Zeit des Nationalsozialismus ihre beste war. Lediglich zwei Prozent setzten auf die junge Republik als Ort ihrer politischen und gesellschaftlichen Zukunft.

Inzwischen feiert man sich nicht nur selbst, sondern wird auch von den Nachbarn geschätzt. Deutschland scheint zunehmend als Insel des Wohlstands und der Lebensqualität wahrgenommen zu werden. Und während überall in Europa eine forcierte gesellschaftliche Spaltung zu beobachten ist und rechtspopulistische und europafeindliche Bewegungen Zulauf aus allen Bevölkerungsschichten erhalten, schien man sich hierzulande einer anhaltenden ökonomischen und politischen Stabilität erfreuen zu können.

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